Ein Mal mit der Schaukel in den Himmel und zurück…

… wann waren Sie wieder mal so richtig Kind?

Bild eines Teddybärs zum Thema inneres KindAm Sonntag hat sie mich gepackt – die Lust, mich wieder mal auf eine Schaukel zu setzen und gegen den Himmel zu fliegen. War das schön – ich fühlte mich frei, meine Haare flatterten im Wind und ich juchzte vor Freude. Ich war zwar das einzige erwachsene Kind auf diesem Spielplatz, aber das war mir egal.

Den to-do Listen entfliehen

Ich habe schon öfter über einige Möglichkeiten geschrieben, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen und diesen Listen zu entfliehen. Es gibt viele Ansätze und Techniken dazu.

Vielleicht gelingt es Ihnen, trotz der to-do Listen und trotz all der geplanten Aktivitäten im Jetzt zu sein und ganz in der (geplanten) Tätigkeit aufzugehen, sei es das Kochen des Frühstücks oder das Vorbereiten der Präsentation für das Meeting in 2 Tagen. Vielleicht haben Sie auch gar keine to-do Listen?

Ich bin jetzt ehrlich zu Ihnen: Mir gelingt das nur sehr selten, denn in Gedanken bin ich schon wieder beim übernächten Schritt und all den Sachen, die noch erledigt werden müssen. Obwohl ich weiß, dass ich in diesen Augenblicken, Minuten, Stunden nicht richtig lebe. Denn wie ich schon in ein paar meiner Beiträge geschrieben habe: DAS LEBEN IST JETZT

Auf den Pausenknopf drücken

Und ist die to-do Liste abgearbeitet, kommt schon die nächste und so weiter. Es ist nie zu Ende. Also, was hält uns auf, einfach mal auf Stopp zu drücken und Pause zu machen – nur für uns? Für unser kindliches Ich, für unser genießerische Seite. Oder einfach nur so, weil wir Lust dazu haben, weil wir einfach nur in die Luft schauen wollen, einfach nur die blühenden Zweige beobachten wollen, die so schön im Wind schaukeln?

Wenn sich also dieses Rad aus Pflichten, Terminen und to do Listen ständig dreht und Sie das Gefühl haben, es ist alles sehr eng um Sie herum, schalten Sie den Lap-top ab und knüpfen Kontakt zu dem Kind, das noch immer in Ihnen wohnt. Erinnern Sie sich an das, was Sie als Kind gern gemacht haben.

Mal alle Ziele loslassen

Das Schöne am Kindsein ist, dass nichts zielgerichtet ist, sondern einfach aus Jux an der Sache ausgeführt wird. Da ist es nicht wichtig, ob die Zeichnung schön ist, oder ob etwas gelingt oder nicht. Ausschlaggebend ist die Neugier und die Lust am Ausprobieren.

Welch ein Gegensatz zu unserer Leistungsgesellschaft, wo alles Normen unterstellt wird und jede Beschäftigung an anderen gemessen wird. Konkurrenz ist alles und sei es, nur um der Individualität willen.

Also welch riesiger Luxus etwas einfach des Tun willens zu tun… Sie haben plötzlich Zugriff zu einem riesigen Reservoir an Kreativität.

Wie gehen Sie es also an, das Kind in Ihnen von der Leine zu lassen?

  • Was haben Sie als Kind gern gemacht? Gezeichnet, gebastelt, sich Geschichten ausgedacht? Warum nicht jetzt wieder einmal eine dieser früher geliebten Tätigkeiten nachgehen? Einfach so, ohne Leistungsdruck ohne Anspruch auf Perfektionismus, ohne Ziel.
  • Probieren Sie etwas ganz Neues aus und gehen Sie es an wie ein Kind: Seien Sie neugierig, stellen Sie Fragen und lassen Sie sich richtig auf dieses Thema ein. Betrachten Sie die Dinge aus den Augen eines Kindes.
  • Wenn Sie total gefangen sind in Ihrem Arbeitsalltag, machen Sie einen kurzen Mittagsspaziergang draußen. Vielleicht gibt es einen Park in der Nähe oder vielleicht nur einen Baum… Setzen Sie sich auf eine Bank und geben sich Ihren Tagträumen hin – vielleicht gelingt es Ihnen, das Gedankenrad des Tages abzustellen und ganz in Ihrem Tagtraum aufzugehen?
  • Seien Sie mit all Ihren Sinnen bei der Sache.

Das sind nur ein paar Vorschläge – ich habe bin schon öfter ganz bewusst in diese Richtung gegangen – das war toll – und mal was ganz anderes als alles, was ich bisher in meinem Erwachsenenleben gemacht habe. Und es war wunderbar sinn- und ziellos… und setzte Kraftreserven frei!!

Burn-Out Prävention

Wenn wir öfter das Kind in uns zum Zug kommen lassen (auch wenn das nicht auf der to-do Liste steht), können wir mit viel mehr Energie und Kraft wieder durchstarten. Hören wir nie auf das Kind in uns, brennen wir irgendwann einmal aus und haben keine Kraft und Energie mehr. Dann dauert es, bis die Batterien wieder aufgeladen sind.

Das Leben besteht nicht nur aus Pflichten, sondern es will gelebt werden, im Augenblick!

Erinnern wir uns öfter daran – am besten nicht nur dann, wenn es wieder sehr eng um uns wird!!!

Blogbild Eva KeimelmayrEva Keimelmayr